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Vereinsvorstand
Geschäftsstelle und Zentrale Verwaltung
Heilpädagogische Tagesstätte
Heilpädagogisches Kinderheim "Haus Bambi"
Frühförderung Hausham und Holzkirchen
Offene Behindertenarbeit
Der Verein
Einrichtungen der Lebenshilfe Miesbach e. V.


Das vergangene Jahr 2006 war geprägt vom intensiven Bemühen der Vereinsvorstands um die Lösung der drängendsten Probleme der Lebenshilfe Miesbach.
2004 war ein heftiger Streit quer durch die Reihen der Lebenshilfe-Mitglieder und Lebenshilfe-Mitarbeiter um den Nachfolger der langjährigen Lebenshilfe-Leiterin Frau Faltermeier, Herrn Greif, entbrannt. Im Wesentlichen ging es dabei um die hohen jährlichen Fehlbeträge in der Bilanz der LHMB seit 2004 und die Vorwürfe des neuen Geschäftsführers Greif gegen die alte Führung, die im März 2005 im Rücktritt der langjährigen 1. Vorsitzenden, Frau Eiter, gipfelte. Die öffentliche Austragung des Streits in der Presse war in keiner Hinsicht hilfreich zur Lösung der schwierigen zugrunde liegenden strukurellen und persönlichen Probleme.
Um so mehr freuen wir uns, dass sich Mitglieder bereit fanden, in einem neuen Vorstand auf die Beendigung sämtliche Streitgkeiten hinzuwirken. Dies ist im Herbst 2006 definitiv gelungen. Wir danken allen, die dazu beigetragen haben. Herr Greif hat uns im Mai 06 verlassen. Seine Position wurde bislang nicht nachbesetzt, um Geld zu sparen und weitere Unruhe zu vermeiden. Die Geschäftsführung obliegt damit dem Vereinsvorstand, der diese große Aufgabe durch Delegation an geeignete Mitarbeiter und Aufteilung der Aufgabengebiete untereinander mit Elan zu bewältigen sucht. Dies ist sehr ungewöhnlich für eine Lebenshilfe dieser Größe. Wir sehen darin jedoch eine große Chance, den operativen Betrieb, von dem wir uns bisher ferngehalten fühlten, intensiv kennen zu lernen und die Qualität unserer Entscheidungen laufend zu verbessern. Mit zukünftigen Geschäftsführern möchten wir auf gleicher Augenhöhe kommunizieren können. Mit Herrn Wilms als Neuzugang im Vorstand (seit September) haben wir das große Los gezogen, denn er ist ein waschechter langjährig erfahrener Lebenshilfe-Geschäftsfüher (LH Starnberg) i.R., der uns am Beginn seiner Pensionszeit ehrenamtlich mit zwei vollen Bürotagen pro Woche unterstützt.
Auch im vergangenen Jahr steht trotz erheblicher Einsparungen wieder ein dickes Minus von ca. 300.000.- € in unserer Bilanz, das unsere betriebsmittel-Reserven weiter abgeschmolzen hat.
Die Ursachen dafür sind vielfältig: Im HausBambi konnten über viele Monate zwei Plätze nicht besetzt werden und damit keinen Refinanzierungsanteil an den gleich bleibenden Personalkosten leisten, ein Mädchen ist im Herbst zusätzlich verstorben. Einnahmeausfall: ca. 100.000.- € . Seit November sind wieder alle Plätze belegt. Vielen Dank an die Mitarbeiter und die Leitung des Haus Bambi für die großen Anstrengungen bei der Suche nach geeigneten Kindern. Dies mutet ein wenig merkwürdig an "nicht wahr". Aber es ist die Realität jedes Heims und jeder Klinik. Die Kostenträger gehen grundsätzlich von einer hundertprozentigen Belegung aus.
Im Kampf um kostendeckende Entgeltsätze treibt der Bezirk Oberbayern (Kostenträger) und die Regierung von Oberbayern (Heimaufsicht) das gnadenlose Spiel des Hinauszögerns und Verschleppens von Bescheiden auf dem Rücken ehrenamtlicher, privat haftender Vereinsvorstände. Diesem Spiel haben wir mit der Einschaltung eines einschlägig spezialisiertenein Rechtsanwalts im November ein Ende bereitet. Im Dezember erhielten wir (erstmalig seit Bestehen!) eine schriftliche Bertriebserlaubnis für das Haus Bambi. Wir gehen davon aus, dass wir in naher Zukunft das Kinderheim kostendeckend werden führen können.
Notwendige, meist vorgeschriebene Umbau- und Reparaturmaßnahmen im Haus Bambi (Dach und Fenster 10.000.- €), in den Tagesstätten (behindertengerechter Durchbruch zum Begegnungsraum im Altbau 45.000.- €) und in der Frühförderung Hausham (Kanal 45.000.- €) schlagen mit weiteren 100.000.- € zu Buche.
Die restlichen 100.000.- € verteilen sich auf die Geschäftsstelle und die übrigen Einrichtungen, von denen die OBA mit Abstand das größte Defizit brachte.
Mindestens 100.000.- € weitere Fehlbeträge konnten wir durch Sparmaßnahmen verhindern.
Zahlreiche und zum Teil auch sehr hohe Spenden erhielten von Privat- und Geschäftsleuten aus dem Landkreis. Mit Hilfe dieser Mittel konnten wir in allen Einrichtungen zusätzliche Anschaffungen zum Wohle der uns anvertrauten bhinderten Kinder und Jugendlichen tätigen.
Frau Faltermeier wurde im Sommer in einer kleinen Feier im Anschluss an die Ruhephase ihrer Altersteilzeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
Unsere Stiftung hat sich schwer im Dickicht des Steuerrechts verheddert. Mit Hilfe eines kompetenten Fachanwalts werden wir die Probleme lösen und die Stiftung Anfang 2007 mit Vermögen ausstatten.
Unser Dank gilt allen Mitgliedern, Mitarbeitern, privaten Förderern, sowie den staatlichen und kommunalen Dienststellen, die die Lebenshilfe Miesbach tatkräftig unterstützt haben.
Der Vorstand der Lebenshilfe Miesbach 
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| Geschäftsstelle und zentrale Verwaltung |
Die Geschäftsstelle und zentrale Verwaltung in der Brentenstraße 7 in 83734 Hausham ist die Anlaufstelle für interne und externe Personen welche mit der Lebenshilfe Miesbach e.V. in Verbindung stehen.
Sie ist Informations- und Servicestelle für Mitarbeiter, Mitglieder, betreute Mitmenschen und ihren Angehörigen sowie Ansprechpartner für öffentliche Stellen. Im Jahr 2006 beschäftigte die Geschäftsstelle und zentrale Verwaltung fünf Mitarbeiter - drei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte.
Eine der wichtigsten Hauptaufgaben ist, die bestehenden und geplanten Einrichtungen mit den nötigen finanziellen und sachlichen Mitteln auszustatten und entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen, damit eine an den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung ausgerichtete Arbeit jederzeit möglich ist bzw. wird. Intern bestehen die Hauptaufgaben in der organisatorischen und finanziellen Verwaltung bzw. Vernetzung, der Betreuung von Mitgliedern, der Leistungsabrechnung mit den verschiedenen Kostenträgern, des Personalwesens und der EDV - Administration.
Nachfolgend wollen wir Ihnen kurz einige wesentliche Arbeitsinhalte und Tätigkeiten aus der Geschäftsstelle und zentralen Verwaltung im Jahr 2006 vorstellen:
- Organisation und Durchführung von zwei Mitgliederversammlungen (April und Juli 06); Zur Zeit beträgt der Mitgliederstand ca. 320. Die Betreuung der Mitglieder obliegt seit Januar 2006 Frau Ulrike Kukofka.
- Fortlaufende Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben bzw. Änderungen im Bereich der Lohn- und Gehaltszahlungen. Die Lebenshilfe Miesbach beschäftigte im letzten Jahr durchschnittlich 120 Mitarbeiter aus allen Tätigkeitsbereichen wobei die pädagogischen Mitarbeiter mit ca. 85% den größten Teil in Anspruch nahmen. Die restlichen 15% teilten sich auf in die Bereiche Hauswirtschaft, Haustechnik und Verwaltung
- Am 01.07.06 wurde die Anlagenbuchhaltung neu bei der Lebenshilfe Miesbach eingeführt;
- Die Schulung von Mitarbeitern in der Anwendung von fachspezifischer Software, welche zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben nötig ist, wurde in allen Bereichen durchgeführt; Die Kosten für Schulungen und für die Betreuung der Software beliefen sich 2006 auf ca. 35.000€.
- Aufgrund von intensiven Verhandlungen mit der Regierung von Oberbayern (Heimaufsicht) gelang es erstmalig im Dezember 06 eine schriftliche Betriebserlaubnis für unser Heilpädagogisches Kinderheim zu bekommen.
- Für das Heilpädagogische Kinderheim wurden 2006 zwei Entgeltanträge eingereicht, welche leider noch zu keinem Ergebnis führten. Die Antragssumme beim Bezirk Oberbayern = Kostenträger beläuft sich auf ca. 1.600.000 €. Dieser Betrag ist dringend notwendig, damit weiter im "Haus Bambi" eine gute Arbeit für unsere betreuten Kinder durchgeführt werden kann.
- Begleitung der Baumaßnahmen in der Heilpädagogischen Tagesstätte "Durchbruch vom Neu- in den Altbau" und der Kanalsanierung in der Frühförderung in Hausham.
- Weiters fanden Besprechungen mit unserem Architekten bzgl. der anstehenden Umbaumaßnahme in unserer Heilpädagogischen Tagesstätte statt. Dieser Umbau ist Vorgabe für die Betriebserlaubnis in der Tagesstätte.
Damit die Geschäftsstelle bzw. die zentrale Verwaltung ihre Aufgaben im Sinne der betreuten Personen wahrnehmen kann, fanden regelmäßig Besprechungen der Einrichtungsleiter mit der Bereichsleitung Verwaltung statt. Hier wurden u.a. Themen wie die Vernetzung der Arbeitsbereiche der unterschiedlichen Abteilungen diskutiert.
Zum Informationsaustausch und zur gegenseitigen kollegialen Beratung und Fortbildung der Sachbearbeiter nahmen diese auch an verschiedenen Arbeitskreisen außerhalb der Lebenshilfe Miesbach teil. Diese sind z.B. der Arbeitskreis AKMA (Arbeitskreis der Micos Anwender, UAK Verwaltung der Lebenshilfen in Oberbayern, G.O.D. Forum = Personalsoftware usw.).
Um innerhalb der Lebenshilfe Miesbach e.V. externes Fachwissen binden zu können, ist die Lebenshilfe Mitglied im Landesverband der Lebenshilfe Bayern in Erlangen, bei der Bundesvereinigung der Lebenshilfe im Marburg und im Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV). Von diesen Verbänden lässt sich die Lebenshilfe Miesbach e.V. zu den verschiedenen Fachthemen beraten.
Franz Krutzenbichler Bereichsleitung Verwaltung Lebenshilfe Miesbach e.V. 
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| Heilpädagogische Tagesstätte in Hausham |
Im Jahr 2006 hatten wir in der Heilpädagogischen Tagesstätte in Hausham viele schöne und zugleich aufbauende Ereignisse. Ein Höhepunkt war unser gemeinsames Sommerfest am 21. Juli. Bei schönem Wetter konnten wir in unserem großen Spielhof und dem Außengelände bei vielen Wett- und Unterhaltungsspielen mit den Kindern, Jugendlichen und ihren Angehörigen ein schönes Fest feiern. Für das leibliche Wohl sorgte die neu entstandene Elterninitiative, für die musikalische Umrahmung "Sylvia und Thomas". Den Abschluss des gelungenen Festes bildete der Auftritt der Akrobatik- und Tanzgruppe unserer Einrichtung. Auch das Fußballturnier einiger Schulkinder der Heilpädagogischen Tagesstätte mit dem TSV Otterfing unter dem Motto "Gemeinsam am Ball bleiben" am 7. Oktober war ein sportliches Begegnungsfest für behinderte und nicht behinderte Fußballspieler und deren Eltern.
Weitere Höhepunkte des Jahres waren unsere internen Feste und Feiern wie Fasching, St. Martin und Nikolaus.
Auch hat sich innerhalb der Einrichtung manches bewegt. In der Zwischenzeit wird der elektronische Dienstplan für alle Mitarbeiter geführt, außer für die Therapeuten. Auch in der elektronischen Dokumentation sind wir ein gutes Stück vorwärts gekommen. Die elektronische Dokumentation, die neue Überarbeitung der Förderpläne, die Konzeptionserstellung für beide Bereiche (vorschulisch und schulbegleitend) hat von den Mitarbeitern der HPT ein hohes Maß an Engagement erfordert.
In den Osterferien haben die Kinder des Heilpädagogischen Kindergartens und im August die Schulkinder je eine gemeinsame Freizeit durchgeführt. Da diese refinanziert werden musste, wurde von den Eltern eine weit größere Eigenbeteiligung gefordert als in den vergangenen Jahren. Entsprechend weniger Kinder konnten dann auch an den Freizeiten teilnehmen.
Im Heilpädagogischen Kindergarten mussten wir zu Beginn des Schuljahres auf drei Gruppen reduzieren. Glücklicherweise ist es uns aber gelungen, in einer Gruppe die Betreuungszeit um zwei Stunden zu verlängern, um dem Bedarf der Kinder gerecht zu werden. Die Schulkinder konnten wir weiterhin in sechs Gruppen betreuen und fördern.
Durch das ganze Jahr hindurch zogen sich Verhandlungen mit der Regierung von Oberbayern bzgl. der Betriebserlaubnis für die Heilpädagogische Tagesstätte. Es zeigt sich immer mehr, dass dies eine sehr schwierige und langwierige Sache ist, zumal es räumliche Bedingungen wie Raumgrößen, Nebenräume für alle Gruppen gibt, die wir bisher nicht erfüllen konnten. Nachdem die Volkshochschule zum Ende des Jahres 2006 aus den Räumen der Lebenshilfe ausgezogen ist, wird die Lebenshilfe durch Umbaumaßnahmen versuchen, die Auflagen der Heimaufsicht zu erfüllen und einen Teil der Räume der ehemaligen Volkshochschule für die Heilpädagogische Tagesstätte zur Nutzung freizugeben.
Gut gelungen ist der ebenfalls notwendig gewordene behindertengerechte Durchbruch vom Obergeschoß des Erweiterungsbaus der Heilpädagogischen Tagesstätte in den Begegnungsraum, der in den Sommerferien bewerkstelligt wurde. So ist der Begegnungsraum bereits für uns in der Heilpädagogischen Tagesstätte zugänglich und dadurch hoffen wir, Gruppengrößen und Räume den Bedingungen der Heimaufsicht anpassen zu können. Erst wenn wir eine schriftliche Betriebserlaubnis haben, kann die Lebenshilfe für die Heilpädagogische Tagesstätte in die Verhandlungen und Leistungsvereinbarungen mit dem Bezirk eintreten. Das bedeutet für uns in der Einrichtung, dass wir immer noch mit dem 1994 verhandelten Kostensatz (!) haushalten müssen.
Trotz der oft schwierigen Umstände ist es uns in der Heilpädagogischen Tagesstätte wichtig, dass sich unsere Betreuten bei uns wohl fühlen und wir sie unterstützen können, in ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben hineinzuwachsen.
Christel Weinhardt Einrichtungsleitung




| Statistik Heilpädagogischer Kindergarten |
Gesamtzahl der betreuuenden Kinder | 26 | Zahl der Neuzugänge | 7 | Zahl der Abgänge | 8 |
Grund des Ausscheidens Besuch der Schule für indiviuelle Lebensbewältigung | -- | Regelschule | -- | Diagnose und Förderklasse | 1 | Besuch der Körperbehinderten-Schule/SEV | 1 | Besuch eines Regel-/Integrationkindergartens | 3 | Wechsel in den Hort der Lebenshilfe | 2 | Umzug in einen anderen Landkreis | 1 |
Alter der Kinder bis 3 Jahre | -- | 4-6 Jahre | 25 | über 6 Jahre | 1 |
Art der Entwicklungsbeeinträchtigung Entwicklungsstörung | 14 | Körperbehinderung, motor. Störung | 3 | geistige Behinderung | -- | Mehrfachbehinderung | 8 | Anfallsleiden | 1 |


| Statistik Heilpädagogischer Hort |
Gesamtzahl der betreuuenden Kinder | 55 | Zahl der Neuzugänge | 7 | Zahl der Abgänge | 13 |
Grund des Ausscheidens Erfolgreicher Abschluss der Förderung | 9 | Übergang in andere Einrichtungen | 4 | Umzug in einen anderen Landkreis | -- |
Alter der Kinder bis 10 Jahre | 27 | 11-14 Jahre | 14 | 15-18 Jahre | 9 | über 18 Jahre | 5 |
Art der Entwicklungsbeeinträchtigung Entwicklungsstörung | 15 | Lernstörung | 2 | Verhaltensauffälligkeiten | 2 | Körperbehinderung, motor. Störung | -- | geistige Behinderung | 27 | Mehrfachbehinderung | 4 | Anfallsleiden | 5 |
Besuchte Schule Regelschule | 3 | Diagnose- / Föderklasse DFK | 8 | Förderschule Schwerpunkt "Geistige Entwicklung" | 36 | Förderschule Schwerpunkt "Sprache" | 4 | Förderschule Schwerpunkt "Lernförderung" | 4 |

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| Heilpädagogisches Kinderheim "Haus Bambi" |
Unser Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Schwermehrfachbehinderungen bis zur Vollendung der Schulpflicht ein erweitertes Zuhause zu bieten. Ihnen auf dem Weg ihrer Entwicklung das jeweils notwendige Maß an Förderung in allen Bereichen der Wahrnehmung und in der Entfaltung ihrer lebenspraktischen Fähigkeiten angedeihen zu lassen.
Auf drei Wohngruppen verteilt leben je 7 Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr waren von den insgesamt 21 Plätzen im Durchschnitt nur 19 Plätze belegt. Die dadurch entstehende Finanzierungslücke konnte jedoch trotz vermehrter Aufnahme von Kurzzeitpflegekindern nicht ausgeglichen werden. Da ein behindertes Kind noch mehr als jedes andere der intensiven und fortwährenden Fürsorge der Eltern bedarf, konnten die Eltern während der Kurzzeitunterbringung wieder neue Kräfte sammeln. Seit November sind wir wieder vollzählig belegt.
Unter anderem setzen wir uns in der Öffentlichkeit für die Bedürfnisse der Kinder, ihrer Rechte und die positive Gestaltung ihres Lebensraumes ein. Dies geschieht zum Beispiel durch die Mitarbeit in Arbeitskreisen , dem Austausch mit anderen Einrichtungen, Kliniken, Institutionen und in Verhandlungen mit den politisch Verantwortlichen ( Kostenträgern). In diesem Jahr wurde die Betriebserlaubnis, das Leistungsangebot und der Entgeltantrag beim Kostenträger (Reg. Oberbayern) eingereicht. Dazu waren umfassende Verhandlungen notwendig. Nach langen Bemühungen haben wir seit dem 1.12.06 die Betriebserlaubnis, die Verhandlungen mit dem Kostenträger laufen noch.
Seit Juni ist die bisher schriftliche Dokumentation zum Teil bereits in die elektronische Verarbeitung übergegangen. Bis zum Ende des nächsten Jahres soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Die pädagogische, therapeutische und pflegerische Arbeit am Kind wird hiermit dokumentiert und dient unter anderem als Leistungsnachweis für den Kostenträger.
Um eine gute inhaltliche Arbeit aufrecht zu erhalten und stetig den neuen Erkenntnissen anzupassen, wurden den Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Fachbereichen interne und externe Fortbildungen angeboten. Besonders im Bereich der Kommunikation ist durch die Unterstützung mit elektronischen Kommunikationsgeräten, bei den einzelnen Kindern ein erfreulicher Fortschritt zu vermerken.
Da wir uns als familienunterstützende Einrichtung verstehen ist die Elternarbeit ein zentrales Thema. Dazu fanden beratende und informative Elterngespräche, gemeinsame Feste und Elternabende statt, wodurch die Eltern in ihrer Rolle bestärkt werden. Als zusätzliches Angebot wurde in diesem Jahr aus einer Elterninitiative das "Elterncafe" gegründet, das seit Februar einmal im Monat in bereitgestellten Räumlichkeiten des Hauses stattfindet.
Ein besonderes Ereignis in diesem Rahmen war das alljährliche Sommerfest, diesmal unter dem Motto "Flower Power".
Da der vom Kostenträger genehmigte finanzielle Rahmen für viele notwendige Extras nicht mehr ausreicht und auch Krankenkassen nur mehr das Mindestmaß an Therapiematerial und Hilfsmitteln zur Verfügung stellen sind wir mehr als je zuvor auf Spenden in jeglicher Form angewiesen. Dank vieler Spenden konnten im Jahr 2006 viele notwendige Dinge angeschafft und zusätzliche Wünsche unserer Kinder erfüllt werden. Den Bedürfnissen der Bewohner entsprechend gestaltete eine große renommierte Firma (die nicht genannt werden möchte) unseren Garten. Durch die Bereitstellung von 5.000.- Euro konnte bereits im Vorfeld Material beschafft werden. Am 23. Juni kamen 40 Leute angereist, pflanzten Sträucher und Bäume, errichteten eine Feuerstelle und verankerten ein großes Trampolin.
Sieben Kindern konnte durch Spenden von 4.800.- Euro eine Ferienfreizeit ermöglicht werden. Dieses Mal ging es vom 26. August bis 6. September auf die Ostseeinsel Fehmann. Bei Gahlendorf, auf dem Ferienhof Wachtelberg, 500m vom Strand entfernt fanden unsere Kinder und Betreuer ihr Feriendomizil. Bei solchen Freizeiten erfahren unsere Kinder für Ihre Entwicklung viele neue Anregungen. Durch die eins zu eins Betreuung ist die individuelle, intensive Begleitung, die jeder als Stütze zur Verarbeitung und zum Begreifen seiner Umwelt braucht, gegeben. Auch kleine Spenden ergeben in der Summe für uns die Möglichkeit, wichtiges Therapie- und Spielmaterial anzuschaffen. So konnten wir einen lang ersehnten Therapiestuhl mit höhenverstellbarem Tisch, ein Therapierad, ein Rollbrett und Lagerungsmaterial kaufen. Alle diese Dinge unterstützen unsere Kinder auf dem Weg ihrer Entwicklung in unterschiedlichsten Bereichen.
In Rückblick auf 2006 war es ein aufregendes und arbeitsreiches Jahr, wenn man die Entwicklung der Kinder und des Hauses betrachtet ergibt es insgesamt ein positives Ergebnis. Wir fühlen uns bereit, die Herausforderungen des kommenden Jahres anzunehmen.
Wenn wir uns von der Vorstellung lösen, es müsste immer so weiter gehen wie bisher, dann laden uns plötzlich tausend neue Möglichkeiten zu neuem Leben ein.
Johanna Steinwender Einrichtungsleitung

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| Frühförderung Hausham und Holzkirchen |
Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu und hält für das kommende Jahr 2007 noch viele zu erledigende Aufgaben bereit.
Der seit vielen Jahren diskutierte Bayerische Frühförderrahmenvertrag für interdisziplinäre Frühförderstellen ist nun unter Dach und Fach. Der Rahmenvertrag beinhaltet die Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder vom Säuglingsalter bis zur Einschulung in interdisziplinären Frühförderstellen in Bayern. Der Landkreis Miesbach, die Krankenkassen und die Lebenshilfe traten diesem Rahmenvertrag bei. Er bildet seit dem 1. August 2006 die Grundlage unserer Frühförderarbeit. Neu ist das festgeschriebene Angebot der Komplexleistung, der Leitgedanke des SGB IX. Die Inanspruchnahme von "Leistungen aus einer Hand" wird damit ermöglicht.
Die Komplexleistung Frühförderung besteht aus einem interdisziplinär abgestimmten System. Dies bedeutet, dass ärztliche, medizinisch-therapeutische (Ergotherapeutin, Physiotherapeutin), psychologische, heil- und sozialpädagogische Leistungen ambulant und mobil angeboten werden.
Unser Frühförderteam arbeitet ressourcenorientiert und hat als übergeordnetes Ziel die Autonomie des Kindes und der Familie. Die wesentlichen Aufgaben sind das offene Beratungsangebot, die interdisziplinäre Diagnostik und die Erstellung eines Förder- und Behandlungsplans. Dies bedeutet für uns, die Eigenkräfte des Kindes wecken, die Kompetenzen des Kindes und der Familie stärken und nach entsprechenden Förderansätzen zu suchen, um diese in der Lebenswelt des Kindes einzubetten.
Besonders bedanken möchte ich mich für die freiwillige Unterstützung der Mitarbeiterinnen bei der 3. Radsportnacht im Juli in Holzkirchen, bei der die Frühförderung einen Lebenshilfe-Stand organisierte. Der anfänglich heftige Regen konnte die gute Stimmung unserer Mitarbeiterinnen nicht vertreiben. Verschiedene Bastelangebote lockten viele Kinder mit Ihren Eltern an.
In Zeiten knapper werdender finanzieller Mittel ist auch die Frühförderung auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. Dank einer Spende steht unserer Physiotherapeutin eine Behandlungsliege für ihre kleinen Patienten zur Verfügung. Eine große Bereicherung sind die gespendeten Polster, welche das motorische Angebot erweitern und von den Kindern bevorzugt in Anspruch genommen werden.
Um den wachsenden gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden, wird unser Frühförderteam auch im kommenden Jahr durch weitere Qualifizierung und hohem Engagement für unsere Kinder und Eltern bereit stehen.
Ute Liebhard Einrichtungsleitung


| Statistischer Bericht Frühförderung |
Im Jahr 2006 wurden 225 Kinder in beiden Frühfördereinrichtungen nachhaltig betreut.
- Davon in Holzkirchen 117
- Davon in Hausham 108
Art der Betreuung
Im Rahmen der Frühförderung in Holzkirchen 117 Im Rahmen der Frühförderung in Hausham 103 Integrationsfachdienst in Hausham 5
Erbrachte Behandlungseinheiten 9398
- Davon in Holzkirchen 4714
- Davon in Hausham 4684
Alter der betreuten Kinder
Bis 3 Jahre 22 4 - 6 Jahre 95 in Holzkirchen
Bis 3 Jahre 23 4 - 6 Jahre 85 in Hausham
Art der Entwicklungsbeeinträchtigung
Entwicklungsverzögert in Holzkirchen 15 Behindert bzw. von Behinderung bedroht in Holzkirchen 102
Entwicklungsverzögert in Hausham 13 Behindert bzw. von Behinderung bedroht in Hausham 90
 
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| Offene Behindertenarbeit 2006 |
Unsere Offene Behindertenarbeit (OBA) ermöglichte auch im vergangenen Jahr zahlreichen erwachsenen behinderten Mitmenschen die gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Leben. Sie erhielten die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und Kontakte mit anderen behinderten und nicht behinderten Menschen zu knüpfen. Auch ihren Familien und Angehörigen konnten wir mit unserem (FeD) Entlastung und Unterstützung bieten.
Unser Freizeitclub (FC) erfreute sich wieder einiger Neuzugänge von "Noch-Tagesstättenkindern". Die Teilnahme an Freizeitclub-Aktivitäten ist für sie eine gute Möglichkeit, zukünftige Kollegen aus den Oberland-Werkstätten kennen zu lernen, was ihnen den Wechsel vom Tagesstättenbesuch zum Werkstattbesuch enorm erleichtert.
Frau Krüger besuchte im Rahmen unseres ambulanten Pflegedienstes Empfänger von Pflegegeld und führte alle anfallenden Beratungseinsätze durch. Empfänger der Stufe I und II benötigen halbjährlich, Empfänger der Stufe III vierteljährlich den von den Pflegekassen geforderten Nachweise eines Beratungsgesprächs (nach § 37 Abs. 3 SGB XI).
Familienentlastender Dienst (FeD) Entlastung der betreuenden bzw. pflegenden Familien und Angehörigen in Abstimmung auf die Bedürfnisse der Familie und der zu Betreuenden stundenweise, regelmäßig oder nur gelegentlich nach Vereinbarung (Verhinderungspflege).
Anzahl der betreuten Familien/Angehörigen: 16 in ca. 530 Stunden
Ambulanter Dienst Beratungseinsätze nach § 37 Abs.3 SGB XI bei ca. 50 Familien
Freizeitclub
Wöchentliche Angebote: Sport 140 Std.
Kreativgruppe 80 Std.
14-tägiges Angebot: Kegeln 47 Std.
Sonstige Angebote: Offenes Programm 24 Std.
Ferienprogramm im August mit Sommerfest 20 Std.
3 x im Jahr : mehrtägige Freizeiten
Jugendherberge Dachau 3 Tage 13 Betreute
Begegnungsstätte Amalienhof 5 Tage 11 Betreute
Hüttenfreizeit Krainsberger Alm 3 Tage 7 Betreute
Außerdem gehörten 2006 wieder 2 Flohmärkte zum Programm der OBA und die Kasse des Freizeitclubs konnte dadurch 1846, 29 € Einnahmen verzeichnen.
In diesem Zusammenhang möchten wir all denen, die uns durch Geld-Spenden auf unser einrichtungseigene Konto, durch Sach- und Kuchen-Spenden zu unseren Flohmärkten und Festen sowie durch Zeit-Spenden durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit bei unseren Aktivitäten unterstützt haben, herzlich Danke sagen!
Betreutes Wohnen Anzahl der betreuten Personen bis 1.Quartal 2006: 2 ab dem 2. Quartal : 1
Beratung und Vermittlung Beratung in Behindertenfragen/Sozialhilfe/Pflegeversicherung Vermittlung und Hilfestellung zur Inanspruchnahme behinderungsspezifischer Dienstleistungen und Hilfen in ca. 450 Beratungsstunden
Jutta Ranner Leiterin Offene Behindertenarbeit

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Mitglieder (Stand 31.12.2006) 321
Austritte 35
Neuzugänge 6
Vorstand
1. Vorsitzender
Maier-Kleeblatt Rudolf, Miesbach seit März 2005 Mitglied des Vorstandes
seit Nov. 2005 Vorstandsvorsitzender
Vorstandsmitglieder
Dr. Beil Wolfgang, Miesbach Rücktritt im Juni 2006
Forster Jörg, Fischbachau Rücktritt im Mai 2006
Hualla-Achatz Emanuela, Irschenberg seit Nov. 2005
Leirer Renate, Otterfing seit Febr. 2003
Storch Renate, Feldkirchen seit Nov. 2005
Werner Sabine, Bad Feilnbach seit Nov. 2005
RA Dr. Wieland Max, Wörnsmühl Rücktritt im Dez. 2006
Wilms, Manfred, Weilheim seit Sept. 2006
Bankverbindung
Spendenkonten Konto-Nr. 869 BLZ 711 525 70 KSK Miesbach-Tegernsee
Konto-Nr. 811 300 BLZ 701 695 98 Raiffeisenbank Miesbach 
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| Einrichtungen der Lebenshilfe Miesbach e.V. |
Geschäftsstelle und Zentrale Verwaltung 83734 Hausham, Brentenstraße 7 Tel.: 0 80 26 - 9 20 72 - 0 Fax: 0 80 26 - 9 20 72 - 92 Email: info@lhmb.org Internet: www.lebenshilfe-miesbach.de
Heilpädagogische Tagesstätte 83734 Hausham, Brentenstraße 7 Tel.: 0 80 26 - 85 42 Fax: 0 80 26 - 92 58 86 Email: hpt-hausham@lhmb.org
Heilpädagogisches Kinderheim "Haus Bambi" 83727 Schliersee, Rauheckstr. 5 Tel.: 0 80 26 - 9 21 69 - 0 Fax: 0 80 26 - 9 21 69 - 20 Email: kinderheim-bambi@lhmb.org
Frühförderung Hausham 83734 Hausham, Tegernseer Str. 13b Tel.: 0 80 26 - 9 32 49 Fax: 0 80 26 - 9 32 71 Email: ffh@lhmb.org
Frühförderung Holzkirchen 83607 Holzkirchen, Münchner Str. 81 Tel.: 0 80 24 - 4 91 41 Fax: 0 80 24 - 4 91 41
Offene Behindertenarbeit 83734 Hausham, Miesbacher Str. 9 Tel.: 0 80 26 - 31 66 Email: oba-hausham@lhmb.org
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